Gesprächsführung a Strategie + Technik
Die folgenden
Informationen sind in erster Linie für Personalverantwortliche gedacht. Wenn Sie das Thema aus Bewerbersicht interessiert, klicken Sie bitte hier
Das Vorstellungsgespräch ist ein Suchverfahren um
1. fachl. + persönl. Qualifikationen für die offene Stelle zu ermitteln2. sicherzustellen, daß alle gesammelten Infos den Tatsachen
entsprechen
3. herauszufinden, welche persönlichen Bedürfnisse der Bewerber
hat, welche zukünftig die Leistung und das Verhalten bestimmen
werden
Um den Erfolg des Vorstellungsgespräches positiv beeinflussen zu können, sollte ein Interviewer u.a. über folgende Fähigkeiten verfügen:
- Einfühlungsvermögen - Geduld
- Selbstbeherrschung - Verbindlichkeit
- Kontaktfreude - positives Auftreten/Ausstrahlung
Unsere Haltung im Gespräch sollte partnerschaftlich orientiert sein. Der Bewerber könnte bei entsprechender Eignung unser Vertragspartner werden
und repräsentiert auch im Falle einer Ablehnung einen relevanten Meinungsbildner in
seinem sozialen und beruflichen Umfeld. Es ist deshalb unabdingbar, dass wir als Arbeitgeber oder Repräsentanten unserer Firma einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen.
Sicherlich befinden sich Interviewer und allgemein alle Personalverantwortlichen in einer subjektiven Machtposition - von
ihrer Meinung und ihrem Urteil ist die Einstellung des Gesprächspartners abhängig. Damit haben sie wesentlichen
Einfluss auf die Entwicklung der berufliche Zukunft des Gegenübers. Dieses Hierarchiegefälle wird in noch stärkerem
Maße vom Bewerber wahrgenommen, der sich im unglücklichsten Fall als Bittsteller um Arbeit fühlt. Dass diese Situation als Voraussetzung für eine erfolgreiche zukünftige Zusammenarbeit
denkbar ungeeignet ist, scheint mir offensichtlich. Darüber hinaus verhindert sie einen offenen und ehrlichen Informationsaustausch, was die Wahrscheinlichkeit einer
Fehleinstellung mit der einhergehenden Kostenexplosion drastisch erhöht.
Eine partnerschaftliche, innovativ-weiterführende und langfristig erfolgreiche Kooperation mit Arbeitnehmern beginnt immer mit einem Vorstellungsgespräch.
Für eine optimale Gesprächsführung empfehle ich in Anlehung an die (klientenzentrierte) personenorientierte Gesprächshaltung nach Rogers:
Das aktive, einfühlende Zuhören
Wir zeigen deutlich unsere Bereitschaft, auf den anderen einzugehen durch Gesten wie Kopfnicken, Blickkontakt und bestätigende Laute wie “Hm” oder “ ja”.
Wir vermitteln dem Bewerber im Gespräch das Gefühl, verstanden und akzeptiert zu werden. Wichtig ist hierbei, dass wir
auf Wertungen vollständig verzichten und mit echtem Interesse den Ausführungen folgen.
Einer der häufigsten Fehler von Beurteilern ist das vorzeitige Unterbrechen des Gesprächspartners um weiterführende
Fragen zu stellen und die Inanspruchnahme von mehr Redezeit (in Relation zum Bewerber). Damit signalisieren wir nicht
nur Desinteresse statt der beabsichtigten effektiven “Führung” des Gespräches, sondern verzichten darüber hinaus auf tiefergreifende Informationen.
Bitte lesen Sie ergänzend hierzu auch meinen Artikel:
Aktives Zuhören.
Das Wiederholen
Zur Überprüfung, ob alles richtig verstanden wurde, hat es sich bewährt, das Gesagte kurz in eigenen Worten zu
wiederholen. Unser Gesprächspartner hat hierdurch die Möglichkeit, seine Gedanken und Antworten noch deutlicher auszudrücken und ggf. Missverständnisse richtig zu stellen.
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