Das Einstellungsinterview - Vorbereitung und Durchführung
Die folgenden Informationen sind in erster Linie für Personalverantwortliche gedacht. Wenn Sie das Thema aus Bewerbersicht interessiert, klicken Sie bitte hier
Nach einer umfassenden Vorauswahl der Bewerbungsunterlagen und telefonischen Anfragen werden Sie je nach Position im Durchschnitt noch 4 - 10 BewerberInnen persönlich kennenlernen wollen.
Vorbereitung
Schaffen Sie eine angenehme, ungestörte Gesprächsatmosphäre. Niemand will vertrauliche Dinge über sich selbst diskutieren, wenn schon die allgemeine Umgebung und Atmosphäre wenig
vertrauenerweckend sind. Es sollten keinerlei Unterbrechungen von außen (Telefon) das Gespräch stören. Störungen unterbrechen den Gedankenfluß beider Gesprächspartner und geben dem
Bewerber viel Zeit, sich die Antworten gut zu überlegen. Der echte Eindruck leidet darunter.
Nehmen Sie sich Zeit für das Gespräch – meiner Erfahrung nach benötigen Sie je nach zu besetztender Position zwischen 30 und 90 Minuten. Kürzere Gespräche vermitteln nicht mehr als einen
ersten Eindruck, der widersprüchlich und falsch sein kann.
Durchführung des Interviews
Stellen Sie kurz den Sinn und das Ziel des Informationsgesprächs dar:
1. beiderseitige Sicherstellung, dass der Bewerber der richtige
Kandidat für die Stelle ist, dass die Aufgabenstellung den
Vorstellungen des Bewerbers entspricht
2. Bemühen, ein vollständiges Bild über die Erfahrungen, Fähigkeiten
und Interessen des Bewerbers zu erhalten und gleichzeitig ein
vollständiges Bild über das Unternehmen und die zu vergebene
Aufgabenstellung zu vermitteln
(= gegenseitiger Informationsaustausch)
Machen Sie sich
während des Gesprächs
Ihre Notizen.
Gedächtnisprotokolle sind schon unmittelbar nach dem Gespräch nicht mehr repräsentativ, nur ca. 39% der erhaltenen Informationen
werden behalten. Hilfreich kann Ihnen hierbei ein vorbereiteter Fragebogen auf der Grundlage des Anforderungsprofils als auch ein Beurteilungsbogen für die Einschätzung fachübergreifender
Fähigkeiten sein.Ein Vorstellungsgespräch, das man wirklich als Gespräch führt, in dem man sich ernsthaft mit dem Bewerber auseinandersetzt, wirkt als
menschlich bindende Kraft. Der Bewerber fühlt sich ernst genommen und ist eher bereit, auch sehr persönliche Aspekte anzusprechen.
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